Lasker war einfach besser – KKS2 verliert 13:19 (oder vielleicht bekannter: 2,5:5,5)

Zu unserem Heimspiel gegen Lasker traten wir in sehr ordentlicher Besetzung an. Klar, angesichts des gegnerischen Aufgebots waren wir eindeutig nicht Favorit, aber zumindest ein offener Kampf war zu erwarten. Diese Erwartung erhielt schon nach kurzer Zeit an meinem Brett einen herben Dämpfer. Ich stellte nach wenigen Zügen den Bauern auf e4 ein, weil ich eine einfache taktische Möglichkeit meines Gegners übersah. Das sah angesichts der positionellen Bedeutung des verschwundenen Landwirts schon verdächtig nach 0:1 aus.

Ähnlich unerfreulich entwickelte sich später die Sache bei Martin S. an Brett 1. Wegen hässlicher Schwächen musste er 2 Bauern geben und war von ausgeglichener Stellung meilenweit entfernt. Etwas anders sah das Ganze bei Jochen an 2 aus. Hier balancierten beide Spieler am Abgrund und es war für den Zuschauer schwer zu erkennen, wessen Gleichgewicht mehr gefährdet war. Die übrigen Partien entwickelten sich deutlich seriöser. Irgendwann hatte Kurt eine Qualle weniger, dafür aber Spiel gegen schwarzen König, was noch so halbwegs als Kompensation durchging. Die übrigen Bretter hielten sich so etwa die Waage.

So ging’s dann in die 4. Stunde. Im Lauf der Zeit hatte sich auf wundersame Weise die ursprünglich sehr verdächtig riechende Stellung von Martin S. in eine Gewinnstellung verwandelt, die er dann auch zielstrebig zum 1:0 für uns einnetzte. Boris remisierte, ebenso Udo und Christoph, was in etwa dem Spielverlauf entsprach. Allerdings, die Reihenfolge kriege ich nicht mehr hin, hatte Jochens Gegner im Balanceakt etwas glücklich das bessere Ende für sich und konnte die Partie zu seinen Gunsten entscheiden. Wenn man so will, war das ein gewisser Ausgleich für das Ergebnis an 1, was Jochen allerdings nicht zufriedener machen dürfte. Kurz danach war auch bei Kurt Schluss. Die erhoffte Kompensation hielt der praktischen Überprüfung durch den Gegner wohl doch nicht stand, 2,5:3,5 aus unserer Sicht.

Nun liefen noch die Partien an 3 und 8, mit Martin M. und mir als Protagonisten. Bei Martin dachte ich, dass er günstiger stünde, musste mich aber hinterher von Mannschaftskollegen anderweitig belehren lassen. Bei mir: Naja. Mein Gegner hatte den Vorteil aus der Eröffnung in ein Damenendspiel verwaltet. Ich hegte sogar noch die vage Hoffnung, dass es haltbar sein könnte. Vielleicht war es das auch, ich hab’s noch nicht nachgespielt, aber ich fand in der Partie die Lösung nicht. Da war mein Gegner einfach besser und hat den Vorteil in den vollen Punkt verwandelt. Das deutliche Ergebnis wurde schließlich noch durch die Niederlage von Martin M. vervollständigt:

http://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2017/2083/runde/3/

Wir verloren vielleicht etwas zu hoch, aber mehr als eine optisch schönere Niederlage war nicht drin.

Peter Graf

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