Klopfzeichen aus dem Tabellenkeller – Senioren gewinnen knapp gegen Hürth-Berrenrath

Nach einer knappen Niederlage gegen die Bergischen Schachfreunde und einer kampflosen Pleite gegen Brühl fanden wir uns vor dem heutigen Spieltag auf dem letzten Platz in der KSV-Seniorenliga wieder. Immerhin gelang für diesen Wettkampf die Besetzung der vier Bretter und zwar in sehr ansehnlicher Weise. Je einen Spieler stellten die Mannschaften 1, 2, 4 und 5, was uns zum leichten Favoriten stempelte und ein schönes Zeichen für Gemeinsamkeit über Mannschaftsgrenzen hinweg war.

Beim Seniorenturnier hat man vielleicht schnell mal die falsche Vorstellung von Beschaulichkeit und gemütlichem Figurenschieben. Falls jemand diese Erwartung hegte, wurde er auch dieses mal wieder enttäuscht. Es gab hart umkämpfte Partien zu bestaunen und es dauerte recht lange, bis sich Zählbares ergab. Den Anfang machte Mannschaftsführer John mit einem sicheren Remis. Uwe hatte eine Qualität eingebüßt, besaß aber immer noch Gegenchancen. Ernst und ich hatten zwischenzeitlich zumindest optischen Vorteil herausgeholt, der jedoch im Lauf der Zeit etwas vage wurde. Derweil konnte sich Uwes Gegner durchsetzen und holte sich den vollen Punkt zum 3. Sieg im 3. Spiel. Respekt!

Nun kam es auf Ernst und mich an. Bei Ernst hatte sich eine sehr zweischneidige Stellung entwickelt, gefühlt mit dem besseren Ende für Ernst, aber sicher war da nichts. Ich hatte aus meiner bequemen Position einen Mehrbauern geholt, sah mich aber unversehens mit reichlich Gegenspiel konfrontiert, das auch noch sehr zeitfressend war. Den Bauern rettete ich aber über den 40. Zug hinweg. Am Nebenbrett holte sich Ernst die Qualität, nachdem es seinem Gegner zumindest am Brett nicht mehr gelang, alle Drohungen zu bedienen. Danach waren noch einige genaue Züge bis zum Ausgleich zum 1,5:1,5 notwendig. Zwischenzeitlich konnte ich zwar Damentausch herbeiführen, aber mein Gegner behielt trotzdem die Initiative. Ich unternahm quälende Klimmzüge, um die Umklammerung abzuschütteln und weiß nocht nicht, ob mein Plan zwingend war oder nur etwas besser als der des Gegners – jedenfalls konnte ich nach vorübergehender Rückgabe des Materials zwei gegnerische Bauern einzusammeln, wonach der Gewinn des daraus entstandenen Endspiels wohl nur noch eine Frage der Zeit war. So sah es auch mein Gegner und gab zum 2,5:1,5 für uns auf. 5 Stunden waren um. Nicht schlecht für einen Wettbewerb, in dem es eigentlich um nichts geht.

Die rote Laterne gaben wir mit diesem Sieg an Schachuzipus ab, bei denen am 31.3. das Entscheidungsspiel um genau diese unbeliebte Lampe steigt.

(Peter Graf)

http://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2018/2453/runde/4/

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