Überraschung in Langenfeld – KKS 2 gewinnt mit 17:15 beim favorisierten Gastgeber

Zum dritten Mal in Folge hatten wir es mit einem nominell deutlich überlegenen Gegner zu tun. Die letzten beiden Kämpfe verloren wir denkbar knapp und es wäre mehr drin gewesen. So gingen wir, durch die achtbaren Niederlagen irgendwie gestärkt, in dieses Match.

Martin hielt an Brett 1 die Tür zu und kam nach gut einer Stunde zu einem unspektakulären Remis. Matthias folgte eine Stunde später mit seinem Friedensschluss an Brett 7. Das rächte sich für die beiden, sie mussten ziemlich lange zugucken und das kostet bekanntlich mehr Nerven, als selber zu spielen… Jedenfalls dauerte es eine ganze Weile bis sich am Ergebnis wieder etwas änderte. Ein kurzer Rundgang ergab, dass Boris etwas unter Druck stand, Christoph sehr energisch spielte und seinen Gegner gut beschäftigte, Arnd und Jasper irgendwie ok standen. Bei Mile war ich nur froh, dass es erstens nicht mein Brett war und dass ich zweitens so wenig Zeit zum Kiebitzen hatte. Dem Seelenheil war das Geschehen dort definitiv abträglich. Es war völlig unklar, wo es mehr brannte und beide Kontrahenten zündelten ungehemmt weiter. Aber offenbar hatten beide Spaß. Gemütlicher ging es bei mir zu, gefühlt stand es ausgeglichen.

Die eben erwähnte „ganze Weile“ war nach etwa 3 1/2 Stunden vorbei, Christophs intensive Partie endete in einem ausgekämpften Remis. Derweil erlebte Arnd ein Wechselbad der Gefühle. Nach zunächst guter Stellung geriet er ins Hintertreffen, konnte sich aber wieder befreien und einen Vorteil erarbeiten. Kurz vor dem Zielstrich, Zug 40, überschritt sein Gegner in bereits schwieriger Stellung die Zeit. Wir lagen tatsächlich mal wieder in Führung. Allerdings war ein Happy End in weiter Ferne. Boris‘ Gegner hatte allerhand Vorteil herausgearbeitet, bei mir war immer noch Gleichstand, Mile hatte immer noch sein Scharmützel mit einem Remis als unwahrscheinlichstem aller Ergebnisse auf dem Brett und bei Jasper hatten sich die Dinge in eine unerfreuliche Richtung entwickelt. Dort gab es dann auch das nächste zählbare Ereignis, nämlich den Ausgleich nach gut 4 Stunden. Allerdings hatte sich mein Gegner zu dem Zeitpunkt in einem Doppelturmendspiel mit jeweils 7 Bauern, eine nicht ganz einfach zu bewerkstelligende Konstellation, bereits per Brechstange zunächst in eine schwierige und dann, unmittelbar vor der Zeitkontrolle, aussichtslose Lage gebracht. Erneute Führung nach 4 1/2 Stunden. Etwas glücklich für uns, ich hatte beiderseitiges Nichtstun mit anschließendem Remis erwartet.

Bei Mile verzog sich so allmählich der Rauch. Zunächst sah es nach einem gewinnträchtigen Vorteil im Endspiel Springer und zwei Bauern gegen Läufer plus Bauer für Mile aus, aber durch sehr geschickte Verteidigung holte sein Gegner in der wohl unterhaltsamsten Partie des Tages ein Remis heraus, vermutlich eine gerechte Belohnung für beide. Immerhin hatten wir dadurch zumindest die Punkteteilung in trockenen Tüchern. Bange Blicke richteten sich nun auf Brett 2. Objektiv war da eigentlich nichts mehr zu machen. Nun ja, wer Boris kennt – ein zäher Knochen ist er. Sein Gegner knabberte lustig darauf herum, aber Boris hielt das aus und nervte mit Gegendrohungen. Nach 5 1/2 Stunden kam es zu Remis durch Zugwiederholung und wir waren um ein unerwartetes Erfolgserlebnis reicher.

In Sachen Klassenerhalt war das ein sehr wichtiger Sieg, weil gleichzeitig Ford und Würselen zu doppelten Punktgewinnen kamen.

Peter Graf

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