KKS 2 legt nach – 17:15 in Herzogenrath

Zu ungewohnter Zeit, wegen des Volkstrauertags begann der Wettkampf erst um 13 Uhr, hatten wir heute unseren Auftritt in Herzogenrath. Schon im Vorfeld hatten wir einen guten Eindruck von den Gastgebern gewonnen – auf deren Homepage war vorbildlich die Anreise beschrieben.

Schon nach kurzer Zeit war klar: Schenken würde man sich nichts. Jasper zündete mit Schwarz praktisch vom Start weg das Brett an und auch an den anderen Brettern gab es eindeutig keine langweiligen Varianten zu sehen. Ein klares Bild ergab sich lange nicht. Gefühlsmäßig sah ich uns etwas im Vorteil, aber das war sicher Geschmacksache. Martin beendete als Erster die Diskussion auf seinem Brett mit einem Remis und hielt vorne schon mal die Tür zu. Etwas später folgte Christoph seinem Beispiel. Sonst überall die gleiche Geschichte: Zweischneidig. Das nächste zählbare Ergebnis steuerte Joachim zum 1,5:1,5 bei. Luca lief in vielversprechender Stellung in ein Dauerschach – 2:2.

Nun wurde es sehr spannend. Boris und Jasper hatten Vorteile. Allerdings lauerte so allmählich die Zeitkontrolle und beide hatten etwas weniger auf der Uhr. Bei Arnd traf den Gegner dieses Schicksal, allerdings war er positionell am Drücker. Ich stand wohl etwas besser, aber von Gewinn konnte keine Rede sein. Mein Gegner bot mir Remis an. Ich lehnte ab, wobei ich meine Stellung vielleicht etwas überschätzte, aber zu verlieren war sie aus meiner Sicht jedenfalls nicht. Dann kam der Steptanz an Brett 2. Man hörte die Uhr klappern, Gene Kelly und Fred Astaire wären bestimmt neugierig geworden. Boris hatte den Gewinnweg gefunden und die Remisserie unterbrochen, 3:2 für uns. Jasper knetete derweil seine schöne Angriffspartie munter weiter und rang seinen nominell klar überlegenen Gegner schließlich nieder. 4:2. In einem Springerendspiel mit hoffnungslos verkeilten Bauern angelangt, bot ich nun meinerseits Remis an, in das mein Gegner mangels echter Alternativen einwilligte. Vermutlich hätte jeder nur noch Königs- und Springerzüge in der eigenen Hälfte ausführen können.

Die letzte, nun bedeutungslos gewordene Partie hatte es noch in sich. Arnds Gegner hatte Nerven wie Drahtseile. Mit Gewinnstellung auf dem Brett ließ er seine Uhr tatsächlich bis auf die letzte Sekunde herunterlaufen und zog selbst da noch nicht sofort. Einen Wimpernschlag später und die Sache hätte für ihn ein äußerst unglückliches Ende genommen. Mit frischer Zeit ausgestattet, holte er sich dann den vollen Punkt zum knappen Endstand – 4,5:3,5 für uns.

Unter dem Strich dürfte unser Erfolg ok sein. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel stehen wir so gut da, wie lange nicht. Weiter so 🙂

(Peter Graf)

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