5. Mannschaft schlägt sich gegen Top-Favoriten Bergische SF achtbar

Letzten Sonntag musste unsere 5. Mannschaft den schweren Gang zum Aufstiegsaspiranten Nummer 1 der Bezirksklasse West, die Bergischen SF 3 antreten. Beide Mannschaften weisen noch eine weiße Weste auf und führen die Tabelle nach 2 Runden mit 4 Punkten an. Dass wir als krasser Außenseiter in den Mannschaftskampf gingen, zeigte sich schon auf dem Papier: im Durchschnitt hatten wir an den Brettern 218 DWZ-Punkte weniger als die in Bestbesetzung auflaufenden Bergisch-Gladbacher zu verzeichnen. Alles andere als eine Niederlage wäre also eine faustdicke Überraschung gewesen.

Durch den Ausfall von Marc und Nelson mussten wir zwei starke Spieler ersetzen, zum Glück waren alle anderen spielbereit, vor allem Michael, der extra wegen unserem Mannschaftsspiel zwei Tage früher von seinem Urlaub zurück kam. Auch Peter und Aaron waren mit dabei, obwohl sie schon tags zuvor in der KSJ-Einzel zwei anstrengende Partien zu absolvieren hatten. An Brett 8 komplettierte unser Neuzugang Semih aus der 6. unsere Mannschaft.

Nach einer Stunde waren alle Parteien noch mehr oder weniger ausgeglichen, soweit ich das beurteilen konnte, lediglich bei mir und Aaron sah es bei einem Minusbauern ohne wirkliche Kompensation nicht so rosig aus. Dafür sorgte unser U16-Jugendlicher Peter wieder einmal mehr für den großen Paukenschlag: an Brett 1 gewinnt er nach einer schönen Kombi und Abzugsschach die Dame und damit die Partie gegen den Spitzenspieler der 3. Mannschaft der BSF, der die starke Zahl von 1849 DWZ-Punkte und somit 229 mehr als Peter vorzuweisen hat! Glückwunsch für diesen tollen Erfolg! Damit gingen wir 1-0 in Führung! Leider war dies dann auch unser einziger Sieg an diesem Spieltag. Der Überlegenheit konnten wir dann doch nicht alle so gut gegenhalten wie Peter: das 1-1 folgte auf dem Fuß, Aaron musste sich geschlagen geben, nachdem die materielle Übermacht einfach zu groß wurde. Ansonsten wurde weiterhin aufopferungsvoll gekämpft. Außer bei mir konnte ich eigentlich an keinem Brett einen Nachteil erkennen, vielleicht sogar eher Vorteil, wie ich bei Jürgen, Henri und Semih, der seine Premiere in der 5. Mannschaft feierte, meinte, ausmachen zu können. Nach einer weiteren Stunde ging es dann wieder Schlag auf Schlag: Uwe und Jürgen mussten sich ihren starken Gegnern beugen, dafür konnte Michael seinem 250 Punkte stärkeren Gegner ein Remis abringen, ein hervorragendes Ergebnis! 1,5-3,5 – bei Henri sah es inzwischen sehr gut aus, er hatte seine Dame gegen zwei Türme und zwei Bauern gegeben, sehr interessante Stellung! Auch Semih stand meiner Einschätzung nach immer noch etwas besser, wenn auch materiell alles ausgeglichen war. Ich musste mich dagegen weiterhin mit einem Minusbauern herumschlagen, konnte aber in ein Endspiel abwickeln, in dem ich mit Läufer gegen Springer wieder etwas Morgenluft witterte.

Nach ca. 3 Stunden kam es dann doch so, wie es zu erwarten war: weil wir uns in unseren letzten drei Partien dann alle auf Remis einigten – Henri und Semih hätten vielleicht noch den Hauch einer Chance auf Sieg gehabt, dafür war es bei mir eher andersherum. Mit den Remisen konnten wir aber alle gut leben, da auch die Gegner von Henri, Semih und mir jeweils 250, 213 und 124 Punkte stärker waren. Endstand also 3-5, gegen einen Gegner, die eigentlich in die Bezirksliga gehört, ein echter Achtungserfolg, der uns schon mal an unserem insgeheimen Ziel, nämlich den Aufstieg, schnuppern ließ…

(Ralf Kühlwein)

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